Jagd im Landkreis Celle

Der Landkreis Celle gehört zu den waldreichsten Landkreisen in Deutschland. Rund 45 Prozent  des gesamten Kreisgebietes von rd. 1545,18 Quadratkilometern  sind Waldflächen, davon sind etwa 76 Prozent mit Nadelwald bestückt. Der Norden des Landkreises ist durch große Wald- und Heideflächen, der Westen durch Europas größten Nato-Übungsplatz Bergen und der Süden durch überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen und durch die Allerwiesen geprägt. Etwa ein Drittel der Fläche gehört zum Naturpark Südheide, der sich über insgesamt 480 Quadratkilometer erstreckt. 21 weitere Flächen sind als Naturschutzgebiete, fünf als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Hierzu gehören insbesondere die Moor- und Wasserflächen in den Räumen Meißendorf/Bannetze, Eschede/Aschauteiche und Boye/Entenfang sowie das Lachte/Luttergebiet. Die Entwicklung der Erlössituation in der Land- und Forstwirtschaft hat dazu geführt, dass das Celler Land mehr und mehr für Erholungssuchende und den Tourismus erschlossen wurde.

Dennoch ist die Jagd im Landkreis Celle weiterhin von besonderer Bedeutung. Die bejagbare Fläche beträgt etwa 140.000 Hektar, davon sind 118.000 Hektar privates Acker, Wald und Grünland; der Rest gehört zum Bundesforst, den Niedersächsischen   Forstämtern und zur Klosterkammer. Die privaten Reviere sind in 435 Jagdbezirke aufgeteilt, davon sind 309 Eigenjagden und 126 Gemeinschaftliche Jagdbezirke.

Besonders attraktiv im Landkreis Celle ist das Rotwildvorkommen. Es giult als eines der größten und wertvollsten in Niedersachsen.   Über 1100 Stück Rotwild, das sind über 20 Prozent der Rotwildstrecke in Niedersachsen, werden hier jährlich erlegt. Auf der jährlich am ersten Märzwochenende  in Bergen stattfindenden Hegeschau kann man sich ein Bild von der hervorragenden Qualität der Südheidehirsche  machen. Die Schwarzwildstrecke beträgt  im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre rund  2500 Stück. Hauptwildart im Kreisgebiet ist bleibt das Rehwild mit einer durchschnittlichen Jahresstrecke von rund 3600 Stück. Dagegen spielt das Niederwild leider keine besondere Rolle mehr. Vielmehr sind die Jäger gefordert, durch gezielte Hegemaßnahmen und Prädatorenreduzierung sowie durch freiwilligen Jagdverzicht die Bestände zu verbessern bzw. zumindest zu halten.

Fast 100 Prozent der Revierinhaber im Celler Land beteiligen sich nun schon seit über 20 Jahren an der jährlichen Wildtiererfassung, die insbesondere das Niederwild betrifft. Die jährlichen Bestandsermittlungen werden von den Wildtierforschern an der Tierärztlichen Hochschule Hannover wissenschaftlich ausgewertet  und bei der Abschussplanung berücksichtigt.