Brauchbare Jagdhunde fallen nicht vom Himmel

Liebe Jägerinnen und Jäger mit und ohne Hund,

auch 2017 habe ich wieder vier Ausbildungskurse für Jagdhunde durchgeführt. Von November 2016 bis April fand der Schweißkurs statt. Dann ging es von April bis September/Oktober 2017 mit dem Welpen-/ Junghundekurs und zwei fortgeschrittenen (F) Kursen weiter.

In dem Welpenkurs gab es erfreulich schnelle Fortschritte in dem Grundgehorsam, was beweist, dass die Hundeführer (HF) regelmäßig und konsequent geübt haben. Bitte über Winter weiter so, damit wir im nächsten Jahr darauf aufbauen können. Kleine Schleppen und Schweißfährten sowie etwas Wasserarbeit und erste Übungen im Apportieren vervollständigten die Trainingseinheiten.
Die F-Kurse beinhalteten Feld- /Waldschleppen mit Apport, Schussfestigkeit, Wasserarbeit, Schweißfährten und natürlich auch immer wieder Gehorsamsübungen.

Die Zwei- und Vierbeiner hatten teils mit unwirtlichem Wetter zu kämpfen, was aber der Konsequenz und der Freude an der Ausbildung keinen Abbruch tat. So konnten von 12 Hunden 9 Hunde erfolgreich auf Prüfungen geführt werden. 3 Hunde legten keine Prüfung ab, da ihnen noch der “letzte Schliff“ fehlte. Sie werden im nächsten Jahr den Kurs wiederholen.

Die Jägerschaft Celle richtete in 2017 vier Brauchbarkeitsprüfungen (BrP) aus.
Von 21 meldeten und geprüften Hunden haben 14 Hunde die jeweilige BrP bestanden.
Zusatzfächer nach bestandener HZP: 7 Hunde
Volle BrP : 4 Hunde     
BrP für Stöberhunde: 3 Hunde    

Termine für die BrPen 2018 werden auf der HP der Celler Jägerschaft und der Hegeringe Bergen und Winsen veröffentlicht. Es werden pro Prüfungen maximal 6 Hunde angenommen. Die Anmeldungen werden grundsätzlich in der Reihenfolge des Eingangs und erst nach Zahlung des Nenngeldes berücksichtigt. Also: Wer zu spät kommt… Außerdem weise ich darauf hin, dass Nenngeld Reugeld ist und bei Absage nach Nennschluss (14 Tage vor der jeweiligen Prüfung) nicht erstattet wird.

Ganz herzlich bedanke ich mich bei den Verbandsrichtern und Helfern, die mich bei den Vorbereitungen  und Durchführungen der Prüfungen unterstützt haben, sowie bei den Revierinhabern und Landwirten, die uns in großzügiger Weise ihre Reviere zur Verfügung gestellt haben.

Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass nicht alle ausländischen Hunderassen in Deutschland vom JGHV anerkannt sind und so nicht zu Prüfungen zugelassen werden können. Da ich diese Regeln nicht aufgestellt habe, sondern sie lediglich einhalten muss, empfinde ich es als ärgerlich und kränkend, wenn die HF mich wegen dieser Vorschriften fast beschimpfen. Wer sich einen Hund aus dem Ausland anschafft, sollte ich vorher informieren, ob und welche Prüfungen in Deutschland möglich sind.

Der Welpen-/Junghundekurs zur Früherziehung und Prägung für Jagdhunde wird von April bis September 2018 jeden Montag um 19 Uhr auf dem Hundeübungsplatz in Wietze (Trannberg) durchgeführt. Informationstreffen ohne Hunde am 2. April 2018 um 19 Uhr ebenfalls auf dem Hundeplatz. Die F-Kurse mit dem Ziel Verbandsprüfungen oder BrP beginnen am 07. April bzw. am 11. April 2018. Die Kurse finden 1 mal wöchentlich bis September/Oktober 2018 Mittwoch- bzw. Samstagnachmittag statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 8 Hunde pro Kurs begrenzt.

Aufgrund der Änderungen im Tierschutzgesetz, die Anfang August 2014 in Kraft getreten sind, werden für die Teilnahme an den Kursen ausschließlich Mitglieder der Jägerschaft berücksichtigt.

Des Weiteren weise ich darauf hin, dass sowohl die Ausbildung als auch das Führen der Jagdhunde auf Prüfungen zur Ausübung der Jagd gehört, weshalb ein gültiger Jagdschein des HF zwingend notwendig ist.

Anmeldungen für alle Kurse bitte bis zum 1. Februar 2018 per E-Mail an:  jl.rittmeyer@web.de

Alle weiteren Details

Jagdhundewesen

Der zur Jagd brauchbare Hund muss aufgrund seines Wesens, sowie seiner Sinnesleistungen und seiner körperlichen Verfassung die ihm im Jagdbetrieb gestellten Aufgabe erfüllen.

Die Fähigkeit zur sozialen Einordnung, Ruhe, Arbeitsfreude und Führigkeit, sowie Härte beim jagdlichen Einsatz sollen sein Wesen kennzeichnen und Voraussetzung für den Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit sein.

Weitere Informationen über Jagdhunde, zu Rechtsvorschriften, Jagdhundeprüfungen und die Jagdhundeausbildung finden Sie auf der Internetseite des der Landesjägerschaft Niedersachsen unter >>> Jagdhundewesen.

Termine

  • Sa. 29.09.2018
  • Sa. 13.10.2018          
  • Sa. 27.10.2018

Nennungen

Die volle BrP wird ausschließlich mit lebender Ente geprüft. Außerdem muss der Hundeführer im Besitz eines gültigen Jagdscheins sein.

Bei Nennung für die Zusatzfächer muss am Tage der Prüfung das Original Zeugnis der bestandenen HZP vorgelegt werden.

Nennschluß ist jeweils 14 Tage vor dem Prüfungstermin. An diesem Termin müssen sowohl die vollständig und korrekt ausgefüllte Nennung als auch Zahlung vorliegen. Ausnahmen sind nicht möglich. Die Nennungen werden in der Reihenfolge des Eingangs bzw. erst nach Überweisung des Nenngeldes berücksichtigt.

Nenngeld ist Reugeld und wird bei Absagen nach Nennschluss nicht erstattet.
 
Das Nenngeld beträgt:

  • 100,00 € vollständige BrP
  • 80,00 € Zusatzfächer nach bestandener HZP
  • 100,00 € Nachsuchenhunde (1000m Schweiß etc.)
  • 80,00 € Stöberprüfung

 
Nennungen an:

  • Jutta L. Rittmeyer, Brambusch 11, 29313 Hambühren

Nenngeld an:

  • Jutta L.Rittmeyer
  • Bankverbindung:
    IBAN: DE90 2575 0001 0111 0126 70
    BIC: NOLADE21CEL

Nennformulare können bei Jutta L. Rittmeyer eMail angefordert oder über www.ljn.de (Download,  Hundewesen) heruntergeladen werden.
 
Bitte gut leserlich mit Adresse, Tel.Nr. und ggf. E-Mail-Adresse ausfüllen! - Bei der Angabe der Chipnr. reichen die letzten 4 Ziffern!
 
Aus gegebenem Anlass: Unbedingt darauf achten, dass das richtige Formular für die gewünschte Prüfung gewählt wird. 
 
Die Anforderungen für die BrP können auf der Homepage der LJN (www.ljn.de) unter Download PDF 324.62 KB Brauchbarkeitsrichtlinie Niedersachsen nachgelesen bzw. heruntergeladen werden.
 
Ergänzend dazu weise ich darauf hin, dass mit Inkrafttreten des neuen Niedersächsischen Hundegesetzes vom 01.07.2011 nur Hunde zur Prüfung zugelassen werden dürfen, die zweifelsfrei durch einen Chip identifizierbar sind, der am Tag der Prüfung ebenso kontrolliert wird wie der Jagdschein des Führers und der Impfpass des Hundes.
 
Schleppwild, Flinte und Patronen, sind mitzubringen, die lebenden Enten werden gestellt. Die Schweißfährten werden mit Rotwildschweiß getropft.
 
Alle Hunde laufen auf Risiko des Eigentümers. Eine besondere Versicherung für den Prüfungstag wird nicht abgeschlossen.
 
Es ist für alle Beteiligten erfreulich, wenn auf den Prüfungen gut vorbereitete Hunde vorgestellt werden.

Jutta L. Rittmeyer, Hundeobfrau

Gruppen-Jagdhunde-Unfallversicherung

Neue Jagdhunde-Unfallversicherung (2018 /2019)

Mit Beginn des Jagdjahres 2018/2019 sind Unfälle von brauchbaren Jagdhunden aller Mitglieder der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) auf Drück? und Treibjagden durch den neuen Rahmenvertrag zwischen LJN u. VGH versichert. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf nach landesrechtlichen Bestimmungen jagdlich brauchbare Jagdhunde bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Der Versicherungsschutz umfasst ausschließlich Unfallereignisse in Niedersachsen sowie in angrenzenden Bundesländern. Leistungen aus der Versicherung gibt es bei Tod, Nottötung und Verletzung des Hundes infolge eines Unfalles während einer Gesellschaftsjagd, z.B. wenn der Hund angefahren oder von einer Sau geschlagen wird. Die Leistungen sind gedeckelt: Die vereinbarte Versicherungssumme beträgt 4.000 EUR (Tod 2.000 EUR) für jeden geprüften Hund und Schadensfall. Für jeden Schadensfall gilt eine Selbstbeteiligung von 150 EUR. Für Jagdhunde während der Ausbildung halbiert sich die Versicherungssumme. Der Versicherungsschutz erlischt bei in jagdlicher Abrichtung befindlichen Jagdhunden spätestens zum Ende des dritten Lebensjahres. Kein Versicherungsschutz besteht für kommerziell eingesetzte Hundemeuten. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Jagdabgabemitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML).

Hinweis zur Schadensabwicklung: Sollte im Rahmen einer Gesellschaftsjagd ein Jagdhund verletzt oder getötet werden, ist dieser Schaden den VGH Versicherungen per Schadenanzeige zu melden (per Fax oder als E?Mail). Das entsprechende Schadenformular finden Sie unter Formulare zum downloaden auf der Homepage der LJN. Diese Schadenanzeige ist dann ausgefüllt an die dort angegebene Telefaxnummer bzw. E?Mail?Adresse zu senden.

Die VGH Versicherungen bieten neben diesem Rahmenvertrag den niedersächsischen Jägern noch zwei weitere Versicherungsvarianten für den treuen Begleiter an. Als Ergänzung zur seiner Jagd?Haftpflichtversicherung und Absicherung des eigenen Hundes bzw. als Revierinhaber zur Absicherung von eingesetzten Gästehunden. Die Leistungsarten entsprechen dem Rahmenabkommen, wobei der Versicherungsschutz des Einzelvertrages nicht auf „Brauchbarkeit“ und „Gesellschaftsjagd“ abstellt, d.h. die Leistungen erfolgen bei Tod, Nottötung und Verletzung des Jagdhundes (Phänotyp einer vom Jagdgebrauchshundverband (JGHV) anerkannten Jagdhunderasse) infolge eines Unfalles während des Jagdbetriebes. Innerhalb des Einzelvertrages werden die neuen Versicherungssummen, die reduzierte Selbstbeteiligung und die hochgesetzte Altersgrenze erst mit dem Jagdjahr 2019 angeboten.

>>> Schadensanzeige herunterladen (Link auf Internetseite LJN) oder
>>> im Downloadbereich der Jägerschaft herunterladen